Grund zum Strahlen: die Photovoltaikanlage

Ganz im Sinne der Energiestrategie 2050 vermindert die Photovoltaik die Abhängigkeit von fossiler Energie. Ein Umbau der eigenen vier Wände ist der optimale Anstoss, die Installation einer Photovoltaikanlage zu planen. Denn Energieeffizienz steht bei Umbauten an oberster Stelle. Wird die Photovoltaikanlage mit intelligenter Gebäudetechnik kombiniert, wirkt sich dies zusätzlich positiv auf die Energiebilanz aus. Um einen Überblick über die Möglichkeiten zu haben und das Projekt erfolgreich aufzugleisen, lohnt sich eine persönliche Beratung mit dem Elektriker. Er hilft in administrativen Fragen weiter und schätzt das Budget ein. Die Kosten sollten dabei kein Hinderungsgrund sein: eine Photovoltaikanlage ist eine langfristige Investition, die sich amortisiert.

Eine Technologie mit Zukunft

Ein paar Fakten zu Beginn: Eine 45 Quadratmeter grosse Photovoltaikanlage deckt den jährlichen Strombedarf (ca. 4'500 kWh) einer vierköpfigen Familie ab. Da die Stromerzeugung vom Sonnenlicht abhängt, ist sie schwankend. Tage mit viel Sonnenlicht kompensieren jedoch die fehlende Einstrahlung in der Nacht und an bewölkten Tagen. Von der Energie, welche auf die Module trifft, werden ca. 20 Prozent in Elektrizität umgewandelt – abhängig vom Material der Solarzellen. Und wer jetzt denkt, dass es in der Schweiz sowieso zu wenig Sonne gibt, liegt falsch: Die jährliche Sonneneinstrahlung auf die Fläche der Schweiz ist 200mal grösser als der Stromverbrauch ihrer gesamten Bevölkerung im gleichen Zeitraum.

Das Optimum herausholen

Hat man sich für eine Photovoltaikanlage entschieden, ist das Wissen des Elektrikers gefragt. Er schätzt ein, welche praktischen und ästhetischen Lösungen die Bedürfnisse des Bauherrn am besten abdecken. Wo werden die Panels platziert – freistehend, ins Dach integriert oder an der Fassade? Welche Fläche an Panels wird benötigt? In welchem Winkel stehen sie zur Sonne? All dies ist entscheidend, um das Maximum an Strom herauszuholen. Soll beispielsweise beim Umbau das Dach sowieso neu gedeckt werden, ist es sinnvoll, einen Teil der Deckung durch PV-Module zu ersetzen. Dies nennt sich Indach-Montage. Weitere Entscheidungen betreffen das Zellmaterial, die Farbe und die Grösse der Solarmodule. Sie sind nicht nur in klassischem schwarz oder blau erhältlich – es gibt sie mittlerweile in jedem Farbton und in diversen Dimensionen. So lassen sie sich optisch ansprechend ins Dach oder in die Fassade integrieren.

Solarenergie zahlt sich aus

Viele Hausbesitzer stellen die Frage, ob sich eine Photovoltaik-Anlage überhaupt lohnt. Denn die Investitionskosten sind oft ziemlich hoch. Doch über längere Zeit gesehen zahlt sie sich auf jeden Fall aus. Wann eine Anlage amortisiert ist, hängt von der Laufzeit, dem Jahresenergieertrag und den Anschaffungskosten ab. Ausserdem können Besitzer einer Photovoltaikanlage Subventionen des Bundes beantragen. Mit dem Inkrafttreten des revidierten Energiegesetzes ab Januar 2018 gelten neue Regeln. Die Einmalvergütung (EIV), die maximal 30 Prozent der Investitionskosten deckt, fördert neu Photovoltaikanlagen aller Grössen. Die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) ist für neue Photovoltaik-Projekte nicht mehr verfügbar. 

PV und intelligente Gebäudetechnik

Kombiniert mit einem Smart Home spart der Solarbetrieb einiges an Kosten ein. Mit Apps kann man sich die Menge an erzeugtem und verbrauchtem Strom anzeigen lassen. Am besten nutzt man den Strom, wenn am meisten davon produziert wird. Dazu eignet sich die automatische Einbindung von Geräten. Ist die Stromerzeugung hoch, schalten sich Verbraucher wie Waschmaschine oder Geschirrspüler ein. So wird der Eigenverbrauch erhöht und verhindert, dass überflüssiger Strom ins öffentliche Netz eingespeist wird. Und wenn wenig Strom vorhanden ist oder zu viel verbraucht wird, schalten sich die Geräte ab. Noch ein Vorteil: die Solaranlage produziert den Strom, den die intelligente Gebäudetechnik verbraucht, gleich mit.

Energie speichern

Eine Photovoltaikanlage produziert unter Umständen mehr Strom, als man nutzen kann. Speicherbatterien vermeiden, dass die überschüssige Energie verschwendet wird. Denn damit kann zu einem späteren Zeitpunkt auf den gespeicherten Strom zurückgegriffen werden. Damit steigert man den Eigenverbrauch und bleibt weitgehend unabhängig vom öffentlichen Stromnetz. Batterien sind in verschiedenen Materialien erhältlich: Blei, Lithium-Ionen, Nickel-Eisen und Nickel-Metall-Hydride. Sie unterscheiden sich preislich, in der Lebensdauer und in der Effizienz.

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24. August 2018
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