Photovoltaik-Besitzer stehen langfristig auf der Sonnenseite

Der erste Schritt, um eine PV-Anlage zu realisieren ist gleichzeitig einer der wichtigsten: eine gute Beratung. Der Elektrofachmann erklärt dem Kunden die Möglichkeiten einer Photovoltaik-Anlage und eruiert, wo der Interessent die Schwerpunkte setzt. Dann gilt es, Kundenwunsch, Begebenheiten der Liegenschaft, gesetzliche Vorgaben und Budget zu vereinen. Daraus ergibt sich die detaillierte Planung für die Solaranlage. Anschliessend müssen alle Formalitäten bei den entsprechenden Stellen eingereicht werden. Da die administrativen Anforderungen für den Kunden oft unübersichtlich sind, übernimmt der Elektrofachmann auf Wunsch sämtliche Abklärungen.

Abklärung als Basis

Sind diese organisatorischen Aufgaben erledigt, beginnt der eigentliche Bau der Anlage, gefolgt von Beglaubigung und Sicherheitsnachweis. Für einen reibungslosen Ablauf ist es wichtig, dass alle Schritte sauber dokumentiert werden. Anschliessend instruiert der Elektrofachmann den Kunden über die Anlage sowie deren Überwachungssystem. Erst wenn diese Punkte abgeschlossen sind, kann die Anlage in Betrieb genommen werden.

Und was kostet das?

Wie viel eine durchschnittlich ausgestaltete Anlage kostet, kann nicht pauschal beantwortet werden. Fakt ist aber, dass sich die Kosten in den letzten 6 Jahren massiv verringert haben. Um die Verbreitung von Solaranlagen weiter voranzutreiben, bietet die Schweiz verschiedene Subventionen: Diese reichen von nationalen Lösungen über kantonale Förderungen bis zu Solarstrompools. Die bekanntesten Vertreter sind aber die Einmalvergütung (EIV) und die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV). Beide Varianten werden übrigens vom Bund gefördert.

Fördermassnahmen als Wegbereiter

Bei der EIV handelt es sich um eine Investitionshilfe, welche 30 % einer vergleichbaren Anlage übernimmt. Diese Förderung eignet sich für kleinere Anlagen, deren realisierte Leistung unter 30 kWp liegt. Bei der KEV wird der Strom ins öffentliche Netz eingespeist und dem Anlagen-Besitzer entsprechend vergütet. Die lange Warteliste zeigt, wie gefragt diese Variante ist. Um von der kostendeckenden Einspeisevergütung zu profitieren, muss die Anlage zudem bei «Swissgrid» angemeldet werden. Rechnet man den Anschaffungspreis einer PV-Anlage mit den gebotenen Subventionen auf, so sinken die Kosten um zirka 25-30 %. Diese Angabe ist selbstverständlich ein Durchschnittswert und orientiert sich am aktuellen Stand.

Zukunftsgerichtet kann man aber sagen, dass die Förderbeiträge aufgrund der hohen Nachfrage sinken werden. Dennoch: Eine PV-Anlage muss immer langfristig betrachtet werden. Und da sind die Prognosen für Photovoltaik-Besitzer gut – denn die Preise für den regulären Strom werden steigen.

Gut angelegt

Eine Solaranlage sollte immer als zukunftsgerichtete Investition betrachtet werden: Bei den heutigen Strompreisen beträgt die Amortisationszeit ungefähr 15-20 Jahre. Das klingt erstmal nach viel. Wenn man aber bedenkt, dass heute praktisch keine Zinsen mehr ausbezahlt werden, lohnt sich die Investition gleich doppelt. So wirft eine durchschnittliche PV-Anlage eine Rendite von 1-3 % ab.

Der finanzielle Aspekt ist eine Seite, die ökologische eine andere. Denn das Gefühl, den «eigenen» Strom zu verbrauchen, lässt sich nicht in Zahlen ausdrücken.

  • Der Elektrofachmann übernimmt alle anfallenden administrativen Aufgaben rund um eine Solaranlage.
    Der Elektrofachmann übernimmt alle anfallenden administrativen Aufgaben rund um eine Solaranlage.
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15. Mai 2016
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