Günstiges Marktumfeld für Wohneigentum

Das Umsatzvolumen der Schweizer Bauwirtschaft beträgt pro Jahr ca. 60 Milliarden Franken. Gegenüber dem Vorjahr steigerten sich die Bauausgaben im Jahr 2017 um 0.8%. Auf den ersten Blick mag dies bescheiden erscheinen, real handelt es sich dabei aber um fast 500 Millionen Franken. Dazu kommt, dass die Inflation und damit der Verlust der Kaufkraft seit vielen Jahren bei null oder sogar darunter liegt.

Stabile wirtschaftliche Lage im Schweizer Bau

Seit fast einem Jahrzehnt verläuft die wirtschaftliche Konjunktur in der Schweiz sehr zufriedenstellend. In Europa ging die Entwicklung in dieser Zeit jedoch eher schleppend voran – wegen des Wertzerfalls des Euro wurde sogar von einer Krise gesprochen. Durch die Eingriffe der europäischen Zentralbank wurde der Eurokurs gestützt und die Finanzmärkte über längere Zeit mit Liquidität überflutet, um die Konjunktur anzukurbeln. In der Folge wurden Kredite sehr preiswert und die Hypothekarzinsen erreichten in der Schweiz ein historisch tiefes Niveau. Auch die Baupreise haben sich auf einem stabilen Niveau eingependelt. Demgegenüber befinden sich die Kaufpreise für Grund und Boden zwar weiterhin im Steigen, doch zeichnet sich in den letzten Jahren eine Stagnation ab. Die momentan hohe Leerwohnungsquote ist ein Indiz dafür, dass wir uns dem Zenit nähern. Auch bei den Hypothekarzinsen ist eine Kehrtwende zu erwarten: Hier wird mittel- bis langfristig ein Anstieg prognostiziert. Wer also in Wohneigentum investieren will, sollte nicht mehr allzu lange zuwarten.

Rentabler Markt für Neubauten und Renovationen

Jedes Jahr werden in der Schweiz ca. 14 500 neue Gebäude gebaut. Dieses Wachstum konzentriert sich insbesondere auf Mehrfamilienhäuser. Mit anderen Worten: Es werden zwar weniger Gebäude, dafür aber jeweils mehr Wohnungen gebaut. Bei den Einfamilienhäusern lässt sich eher eine Stagnation feststellen. So ging deren Neubau gesamtschweizerisch um etwa 10% zurück. Dabei gibt es aber grosse kantonale Unterschiede: So liegt der Prozentsatz im Kanton Zürich beispielsweise bei +10%. 

Neben dem Neubau sind auch Renovationen ein lohnender Markt. Fast 34% aller Bauausgaben im Jahr 2015 sind auf Renovationen zurückzuführen. Viele ältere, renovierungsbedürftige Gebäude sorgen hier für grosses Potenzial. Dazu kommt, dass mit dem steten technischen Fortschritt in Bereichen wie Digitalisierung, Solartechnik oder Wärmeisolierung auch neue Gebäude relativ schnell altern.

Baumassnahmen nach Mass

Über eine Investition in Wohneigentum nachzudenken, kann sich auf mehreren Ebenen lohnen. Neben dem günstigen Marktumfeld sollte man auch die längerfristigen Vorteile im Blick haben.

Stichwort Energieverbrauch: Gerade bei älteren Gebäuden können sich bauliche Massnahmen zur Energieeffizienzsteigerung lohnen. Denn dies führt zu tieferen Nebenkosten und steigert damit die Attraktivität der Immobilie. Durch nachhaltige Sanierungsmassnahmen mit höherwertigen Materialien können ausserdem die langfristigen Instandsetzungskosten gesenkt werden. Dazu kommt, dass in der Schweiz eine Vielzahl von Programmen zur Förderung der Energieeffizienz und nachhaltigen Energien angeboten werden. Bund, Kantone, Gemeinden, Energieversorger und auch private Institutionen unterstützen entsprechende bauliche Massnahmen. Aufgrund der vielen verschiedenen, zum Teil lokal verankerten Förderprogramme lohnt sich eine frühzeitige Orientierung.

Gute Beratung ist Gold wert

Wer beabsichtigt, in eine Renovation oder gar in einen Neubau zu investieren, kommt an fachmännischer Beratung nicht vorbei. Neben dem finanziellen Aspekt sollte auch die technische Seite frühzeitig in die Planung einbezogen werden. Ihr Elektriker weiss, welche Baumassnahmen sich lohnen und wo welche Lösungen am besten passen. Mit modernen Technologien können bestehende Immobilien mit relativ geringem Aufwand auf den aktuellsten Stand der Technik gebracht werden. Und das lohnt sich nicht nur finanziell, sondern trägt auch wesentlich zum Wohnkomfort und der Sicherheit in den eigenen vier Wänden bei.

Im nächsten Teil unserer Reportage zur Bauwirtschaft erfahren Sie, von welchen Dienstleistungen des Elektrikers sie konkret profitieren können – und wie mit einer optimalen Beratung bares Geld gespart werden kann.

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14. Januar 2019
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