Sorgfältig planen, erfolgreich umbauen

Abgesehen von der Kompetenz des Elektrikers ist der persönliche Kontakt zum Bauherrn wichtig. Mehr noch: Das Projekt steht und fällt mit diesem Austausch. Der Elektriker nimmt die Wünsche des Bauherrn früh in der Planung auf, damit man diese gemeinsam diskutieren und allfällige Anpassungen vornehmen kann. Dies ist bei jedem Umbau wichtig – ganz besonders aber, wenn es sich um ein altes Wohnobjekt handelt: dort gibt es oft mehr Einschränkungen. Die Kunst besteht darin, diese Grenzen in Chancen umzuwandeln.

Der erste Baustein: besprechen

Ein Beispiel ist der Umbau eines alten Bauernhauses, bei dem der Heuboden zum gemütlichen Dachstock-Wohnraum umfunktioniert wird. Zuerst evaluiert der Elektriker die Bausubstanz, denn jeder Umbau ist abhängig vom Grundmaterial des Baus. Danach nimmt er die Wünsche und das Ziel des Kunden auf und erstellt einen Plan. In einem letzten Schritt wird das Ganze mit dem Kunden diskutiert und angepasst: Wie werden die Wünsche in der betreffenden Bausubstanz umgesetzt? Was kann in einer zweiten Etappe erledigt werden? Worauf verzichtet man? Der Elektriker hilft dem Bauherrn, diese Punkte vor dem Umbau zu klären.

Herausforderungen clever meistern

Ein Umbau bringt immer gewisse Herausforderungen mit sich. Zum Beispiel ist bei Vollholzdecken – wie im alten Bauernhaus – die Auswahl an Einbauleuchten beschränkt. Denn die Leuchte sollte zum Holz passen. Auch die Verrohrung stellt den Elektriker vor eine Herausforderung – weil die Rohre in der Vollholzdecke nicht wie gewohnt direkt von A nach B verlegt werden können. Sie müssen ins Deckenholz eingefräst werden. Der erfahrene Elektriker weiss, wie er diese Herausforderungen meistern muss.

Umbauen im Zeitalter der Digitalisierung

Wann immer möglich, sollten bei einem Umbau genügend Leerrohre für zukünftige Ausbauten verlegt werden. Räume, die bereits über eine Installation verfügen, können z. B. mit geringem Aufwand in ein Smart Home integriert werden. Dies bildet die perfekte Basis zur Integration einer Anwesenheitssimulation. Sie schaltet Licht, Fernseher und Radio gezielt ein und aus, bewegt die Storen und lässt die Sprinkleranlage im Garten arbeiten. Besonders smarte Systeme speichern zudem die Angewohnheiten der Bewohner und führen diese bei Abwesenheit fort. Ergänzt mit einer Videogegensprechanlage sorgen sie für ein sicheres Gefühl.

Individualität hat Priorität

Heutzutage sind viele Bauherrn durch das Internet gut informiert. Damit diese Informationen gezielt in das Projekt einfliessen, ist der Elektriker da. Zuerst sollte sich der Bauherr aber im Klaren sein, was er vom Umbau erwartet: Was ist mir wichtig? Was will ich? Welches System für die Gebäudeautomation ist für mein Wohnobjekt am geeignetsten? Auch diverse Detailentscheidungen stehen an: Wo machen sich Einbaulampen, wo Hängelampen besser? Damit die Wahl leichter fällt, bieten Elektriker einen wertvollen Service an: In ihrem Showroom kann sich der Bauherr Leuchten und Komfortstufen anschauen. Oder er testet die Beleuchtung anhand einer Bemusterung im eigenen Haus.

Es kommt vor, dass dem Bauherrn erst während dem Umbau die gesamte Palette der Möglichkeiten bewusst wird. Der direkte Kontakt zwischen Elektriker und Bauherr erlaubt, dass man Nuancen beim Bau nach und nach definieren kann. Da der Elektriker ausserdem die aktuellsten Trends der Branche am besten kennt, ist er die richtige Ansprechperson.

Das Licht im Fokus

Der Elektriker ist der Experte, wenn es ums Licht geht. Sorgfältig ausgewählte Beleuchtung ist bei einem Umbau wesentlich. Licht vermittelt Emotionen. Es trägt stark dazu bei, ob sich ein Raum behaglich oder unbehaglich anfühlt. Deshalb arbeitet der Elektriker gemeinsam mit dem Bauherrn ein Lichtkonzept aus. Nach dem Besuch im Showroom und der Bemusterung nimmt man allfällige Anpassungen vor.

Farbe und Farbtemperatur des Lichts kommen nämlich in jedem Raum anders zur Geltung. Ausserdem ist es wichtig, Licht aus verschiedenen Bereichen aufeinander abzustimmen. Damit beispielsweise der Übergang vom eher kalten Arbeitslicht der Küche zum warmen Licht des Wohnzimmers nicht zu hart ist. Das Zusammenspiel von direktem und indirektem Licht ist ebenfalls zu beachten. Damit die Beleuchtung an der Decke mit der Leuchte auf dem Schreibtisch oder anderen Arbeitsflächen harmoniert.

Heutzutage gibt es zudem Lichtquellen, die sich automatisch anpassen – je nachdem, wie viel Helligkeit benötigt wird. Ein weiterer Trend: zurück zur Sichtbarkeit der Leuchten. LED lässt hier viel Spielraum für Kreativität.

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09. April 2018
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