Leuchtender Komfort

Betrachtet man die letzten fünf bis sieben Jahre, kann man ohne weiteres von einer kleinen Beleuchtungsrevolution sprechen – nicht zuletzt dank LED. Neben der enormen Stromeinsparung von bis zu 90% ebnete die Technologie auch den Weg für unterschiedliche Lichtfarben. Mehr noch: Keine andere Lichtquelle bietet derart reine und gesättigte Farben wie die Licht emittierenden Dioden. Durch das Mischen der Grundfarben können unzählige Farbtöne erzeugt werden – und das auch noch auf höchst energieeffiziente Art.

Multitalent Licht

Im professionellen Bereich ist gezielt eingesetztes LED-Licht schon länger Alltag. So rücken viele Geschäfte ihren Verkaufsraum ganz bewusst ins «beste Licht». Auch im Gesundheitsbereich nutzen immer mehr Mediziner die Wirkung von Licht und Farben, um ihre Patienten während Untersuchungen oder vor medizinischen Eingriffen zu beruhigen. In Büros passen sich dynamische LED-Lichtsysteme dem Verlauf des natürlichen Tageslichts an und unterstützen so den menschlichen Biorhythmus. Und das wiederum stärkt das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit.

LED kann also viel. Doch wer das volle Potenzial von LED ausschöpfen will, braucht ein geeignetes Steuerungssystem und den Rat eines Fachmanns. Er weiss, was mit diesem Leuchtmittel alles möglich ist – denn ein solches nur ein- beziehungsweise auszuschalten, käme einer Verschwendung der Möglichkeiten gleich.

Perfekt in Szene gesetzt

Ob beim Abendessen oder beim gemütlichen Fernsehabend, die Ansprüche ans Licht variieren, unterschiedliche Lichtkombinationen sind gefragt. Bei den meisten Steuerungssystemen lassen sich Lichtfarbe und -intensität stufenlos regulieren. Und: Statt jede Lichtquelle einzeln zu bedienen, können einzelne Leuchten zu einer Szene verknüpft werden. Der Elektrofachmann kann komplette Lichtszenarien ganz einfach festlegen und abspeichern. Ein Fingertipp genügt dann, um die gewünschte Szene zu aktivieren. Selbstverständlich können die Bewohner diese Einstellungen jederzeit verändern oder ergänzen. Ganz nach Stimmung eben.

Gebäudeautomation – weit mehr als eine technische Spielerei

Wer punkto Energieeffizienz noch einen Schritt weitergehen will, kann die Steuerung der Beleuchtung in eine Gebäudeautomation integrieren. Das Prinzip dahinter ist bestechend einfach: Verschiedene Komponenten werden digitalisiert, in einen Automatisierungsprozess eingebunden und aufeinander abgestimmt. Dazu gehören unter anderem Heizung, Beschattung, Lüftung oder eben die Beleuchtung. Der Clou: Die einzelnen Elemente «kommunizieren» miteinander und reduzieren dadurch den Energieverbrauch.

Bewegungsmelder und Co. für mehr Sicherheit im Alltag

Neben Komfort und einer optimalen Energiebilanz erhöht eine Automatisierung einen weiteren, wichtigen Aspekt – nämlich die Sicherheit. Ist die Lichtsteuerung mit einem Bewegungs- oder Präsenzmelder verbunden, werden alltägliche Situationen für die Bewohner nicht nur komfortabler sondern auch sicherer. Ein Beispiel: Für den nächtlichen Toilettengang hatte man bisher die Wahl: grelles Licht oder komplette Dunkelheit inklusive Stolperrisiko. Dank einem perfekt abgestimmten Steuerungssystem schaltet sich die Nachttischlampe mit einer Intensität von gerade mal zehn Prozent ein. Im Korridor kommt dann, je nach Einstellung und baulichen Gegebenheiten, gedimmtes Licht oder diffuse Laufbeleuchtung am Boden zum Einsatz. Der Elektriker weiss genau, welche Einstellungen den gewünschten Effekt bringen und wie dieser möglichst kostengünstig erreicht wird.

Jemand zu Hause?

Sicherheit der etwas anderen Art bietet eine Anwesenheitssimulation. Wie der Name schon sagt, suggeriert das System durch automatisches Ein- und Ausschalten der Beleuchtung, dass zu jeder Zeit jemand zu Hause ist. Besonders intelligente Systeme registrieren die Gewohnheiten der Bewohner und führen diese bei Abwesenheit weiter. Selbstverständlich können auch noch weitere Komponenten wie die Beschattungseinrichtungen oder sogar TV und Musikanlage eingebunden werden. So wird es für Einbrecher beinahe unmöglich abzuschätzen, wann tatsächlich jemand zu Hause ist. Ein hell erleuchtetes Haus, bei dem durch die Fenster auch noch der laufende Fernseher zu sehen ist, suchen Kriminelle nur sehr selten auf – mit Sicherheit.

Mit Timing und Know-how zum Ziel

Energieeffizienz, Komfort, Zeitersparnis und Sicherheit – Licht wird für unseren Alltag immer wichtiger. Zwar ist es nie zu spät, um eine Beleuchtung zu optimieren, doch je früher man sich vom Spezialisten beraten lässt, desto günstiger kann das gewünschte Lichtkonzept umgesetzt werden. Idealerweise ist der Elektriker bereits in die Planungsphase intensiv involviert. So können Leitungen, Steckdosen oder eine Gebäudeautomation bereits eingeplant werden. Durch den Einsatz von Leer-Rohren kann letztere bei Bedarf modulartig erweitert werden. Und eines ist sicher: Wer einmal das Potenzial von Licht entdeckt hat, der möchte seine Vorteile nicht mehr missen.

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09. Oktober 2017
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