Wer frühzeitig plant, dem wird ein Licht ­aufgehen

Schon früh in der Geschichte der Menschheit machten sich kluge Menschen viel Gedanken über das Licht. Was ist Licht? Und wie entsteht es? Sie entwickelten so genannte «Modelle des Lichts». Ein berühmtes Beispiel dafür lieferte der Grieche Empedokles bereits 444 v. Chr.: Seine Idee der «Augenstrahlen» besagt, dass vom Auge eine Art «Fühler» ausgeht. Dieser tastet den Gegenstand ab, so dass ihn unser Auge buchstäblich erfasst. Noch heute spricht man in der darstellenden Kunst von den Sehstrahlen.

Geradezu modern mutet die von Pythagoras abgefasste Theorie an. Er war der Überzeugung, dass alle Gegenstände kleine Teilchen abschiessen. Diese treffen das Auge, so dass wir den Gegenstand erblicken können.

Und wie sieht das die Forschung heute? Sie definiert Licht als den sichtbaren Bereich der elektromagnetischen Strahlung, der vom menschlichen Auge wahrgenommen werden kann. Konkret sind das elektromagnetische Wellen im Bereich von etwa 380 bis 780 Nanometer (nm) Wellenlänge.

So oder so oder so

Fakt ist, dass wir Licht brauchen. Denn ein Alltag im Dunkeln wäre unerträglich. Dem Planeten Erde würde schlicht und einfach die Lebensgrundlage entzogen. Denn Licht ist Energie. Und dass wir die heute per Knopfdruck ins Haus geliefert bekommen, ist extrem selbstverständlich geworden.

Es werde Licht

Licht gibt’s heute in allen Formen und Farben. Entscheidend ist, wann man wo welches Licht einsetzt. Das Licht im Wohnzimmerbereich beispielsweise sollte anders sein als das Licht im Badezimmer. Die Beleuchtung im Garten ist nicht zwingend die gleiche wie die im Hausflur. So banal diese Theorie auch klingen mag – selbstverständlich ist sie nicht. Denn es ist leider eine Tatsache: Licht wird nach wie vor zu stiefmütterlich behandelt. Und das ist schade. Denn das richtige Licht am richtigen Ort bedeutet Komfort und Wohlbehagen. Eine falsche Beleuchtung erzeugt jedoch nur Unbehagen und bedeutet unnötiger Energieverschleiss.

Ein gut gemeinter aber oft völlig falscher Ansatz ist es zum Beispiel, die Energiesparlampe dort einzusetzen, wo sie oft an- und abgeknipst wird. Richtiger ist hier – zumindest im Wohnbereich – die Suche nach der Ausgewogenheit von direktem und indirektem Licht. Doch dies ist für den Laien oft gar nicht so einfach zu beurteilen.

Auf die Beratung kommt es an

Zwar ist es nie zu spät, um eine Beleuchtung zu optimieren – doch je früher man sich vom Lichtexperten beraten lässt, umso günstiger die spätere Realisation des Lichtkonzeptes. Am besten holt man sich bereits in der Planungsphase eines Neubaus den Rat des Fachhändlers. So werden Leitungen, Steckdosen oder gar ein Bussystem bereits mit eingeplant. Bei letzterem lässt sich neben dem gesamten Lichtkonzept auch beispielsweise die Multimedia oder das Storensystem steuern. Und zwar von einem einzigen zentralen Panel aus. Das klassische Know-how des Elektroinstallateurs ist hier in hohem Masse gefragt.

Doch zurück zur Beleuchtung: Existiert überhaupt das perfekte Licht? Gibt’s dafür ein Patentrezept?

Die richtige Beleuchtung

Tatsächlich existieren einige grundsätzlich Regeln zur Beleuchtung: Zuerst muss der Verwendungszweck des Raumes abgeklärt werden. Dient die Küche als Arbeitsraum oder ist sie auch Wohnküche? Wird der Dachraum als Fernsehzimmer oder auch noch als Heimbüro benutzt? Erfüllt der Hobbyraum verschiedene Zwecke? Diese Fragen werden am besten beim Kunden zu Hause erörtert. So kann man sich gleich auch ein Bild über die Art und Weise der Möblierung machen.

Direktes oder indirektes Licht, warmes Licht, kaltes Licht?

Wer richtig beleuchten will, muss wissen, welche Leuchte was für eine Art Licht abgibt: Direkt allseits abstrahlendes Licht, indirekt allseits abstrahlendes Licht, direkt oder indirekt einseitig abstrahlendes Licht ... Entscheidend ist zudem das Leuchtmittel, für welches die Leuchte ausgerichtet wurde. Wenig Stromverbrauch für viel Licht und geringe Wärmeentwicklung sind heutzutage ein Muss. Ebenso wichtig ist die Farbtemperatur des Leuchtmittels, welche in Kelvin gemessen wird. Das Spektrum reicht von 2700K (warmweiss) bis 5000K (kaltweiss). Auch die Farbwiedergabequalität (RA) spielt gerade bei LED und Energiesparlampen eine wichtige Rolle.

Nur wenn all diese Punkte berücksichtigt und richtig gewichtet sind, können die Kunden bedürfnisgerecht beraten werden.

Gartenbeleuchtung als Trend

Licht kann viel. Und wem danach ist, vermag mit einer einfachen Automation bunte Lichteffekte und Szenarien in den Raum zu zaubern. Alles ist möglich. Und alles lässt sich relativ einfach installieren. Man muss es nur wollen. Doch den eigentlichen Trend sehen Experten in der Gartenbeleuchtung. Für viele Kunden ist eine durchdachte Gartenbeleuchtung wie eine Erweiterung des Wohnraums. Vor allem im Winter ein höchst willkommener Nebeneffekt. Dabei sollte der Garten allerdings nicht komplett ausgeleuchtet werden – auf die richtige Akzentuierung kommt es an. Von unten angestrahlte Bäume, Sträucher und Blumen werden so zu imposanten Skulpturen. Alles in allem ist eine gelungene Gartenbeleuchtung immer eine Kombination von Strahlern, Wandleuchten und Wegesrandleuchten. Das sorgt für atmosphärische Stimmung und Sicherheit im Aussenbereich.

Allerdings muss das Licht im Garten anderen Standards entsprechen als die Beleuchtung im Haus. Denn Wind, Regen, Blitz, Sonne und Schnee können einer Gartenbeleuchtung zusetzen. Daher empfiehlt sich, grössere Gartenbeleuchtungen in ein separates System einfliessen zu lassen. Damit bleibt garantiert, dass beim Rausfliegen des FI-Schutzschalters nicht gleich das ganze Gebäude in Dunkel gehüllt ist.

LED. Das Licht der Zukunft

Wer heute über ein modernes Beleuchtungskonzept spricht, stolpert unweigerlich über den Begriff der Energieeffizienz. Und das ist auch gut so. Denn nicht erst seit die gute alte Glühbirne definitiv ausgeglüht hat, braucht es Alternativen. Die Leuchtdiode – kurz LED – ist so eine Alternative: Weil viel langlebiger und energieeffizienter als andere Beleuchtungsmittel, wird sie das Licht der Zukunft sein. War LED vor ein paar Jahren noch als reine Schmuckbeleuchtung hochgeschätzt, setzen die Leuchtdioden immer mehr auch im Wohnbereich schöne Akzente. So sind die Leuchtdioden zum Beispiel auch heute schon in warmem Licht erhältlich. Und was die viel zitierte «Undimmbarkeit» von LED betrifft, ist das gemäss Beleuchtungs-Experten weniger ein Problem des Leuchtmittels, als viel mehr eines der Leuchte. Darum hier zum Schluss unser letzter Tipp: Kaufen Sie nur Leuchten, die von Anfang an für eine LED-Anwendung konzipiert wurden. Diese sind problemlos dimmbar.

 

Wenn Sie mehr über innovative Beleuchtungs-Konzepte für die eigenen vier Wände erfahren möchten, fragen Sie uns. Wir sind ganz in Ihrer Nähe und beraten Sie gerne und unverbindlich.

  • Für jedes Bedürfnis ein anderes Licht.
    Für jedes Bedürfnis ein anderes Licht.
  • Die Decke «drückt» nicht. Der Raum wirkt grösser, indem das Dach eines Gebäudes mit indirektem Licht ausgeleuchtet wird.
    Die Decke «drückt» nicht. Der Raum wirkt grösser, indem das Dach eines Gebäudes mit indirektem Licht ausgeleuchtet wird.
  • Die ideale Gartenbeleuchtung wirkt wie eine Erweiterung des Wohnraums und ist immer eine Kombination aus verschiedenen Lichtquellen.
    Die ideale Gartenbeleuchtung wirkt wie eine Erweiterung des Wohnraums und ist immer eine Kombination aus verschiedenen Lichtquellen.
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27. September 2014
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