Smart Home: Für nachhaltigen Wohnkomfort

Smart-Home-Lösungen sind stark im Kommen: Laut einer Studie von Berg Insight wächst das Marktvolumen in Europa jährlich um 49%. Auch in der Schweiz wird für die kommenden Jahre ein starkes Wachstum erwartet – mittel- bis langfristig führt also kaum ein Weg am intelligenten Haus vorbei. Hausbesitzer sind also gut beraten, sich jetzt mit diesen Wohntrends der Zukunft auseinanderzusetzen.

Ein Haus, das mitdenkt

Smart Home heisst wörtlich «intelligentes Zuhause». Doch was ist damit eigentlich genau gemeint? Ein Smart-Home-System basiert auf Installationen und Geräten, die miteinander vernetzt sind. Ziel ist es, den Bewohnern den Alltag zu erleichtern und damit die Lebensqualität zu steigern. Durch die Vernetzung sind Geräte in der Lage, untereinander Daten auszutauschen und aufeinander zu reagieren. Viele Abläufe können so ferngesteuert oder auch ganz automatisiert werden: Licht, Heizung, Raumklima, aber auch Medien- und Haushaltsgeräte sind damit ganz auf die Bedürfnisse der Bewohner eingerichtet. 

Nebst dem, dass ein Smart Home das Leben seiner Bewohner in vielen Dingen vereinfacht, darf auch ein weiterer Vorteil nicht vergessen gehen: Durch die automatische Steuerung wird auch der Energieverbrauch gesenkt. Das sorgt nicht nur für tiefere Unterhaltskosten, sondern freut vor allem auch die Umwelt. Wer also nicht nur auf Komfort, sondern auch auf Nachhaltigkeit Wert legt, tut gut daran, sich mit den Möglichkeiten der Gebäudeautomation auseinanderzusetzen.

Vielfältige Möglichkeiten

Es gibt zahlreiche Optionen, sein Heim komfortabel zu vernetzen: Grundsätzlich lässt sich fast alles, was ans Stromnetz angeschlossen wird, auch in ein Smart Home einbinden. Dies beginnt bei alltäglichen Dingen wie der Beleuchtung. Für verschiedene Alltagssituationen lassen sich passende Szenen programmieren: Während fürs Kochen viel Licht benötigt wird, ist beim Abendessen eher stimmungsvolle Atmosphäre gefragt – da genügt ein Knopfdruck, um den Raum ins passende Licht zu tauchen. Und wer später am Esstisch noch etwas auf dem Notebook bearbeiten will, kann ebenso schnell auf eine dafür geeignete Lichtszene umschalten. Ein echtes Wohnerlebnis! 

Auch punkto Energieverbrauch lohnt sich automatisierte Beleuchtung. Zum Beispiel, wenn Aussenlampen je nach Tageszeit und Helligkeit von selbst reagieren. Oder wenn in einem Zimmer, in dem sich gerade niemand aufhält, das Licht selbständig abgeschaltet wird.

Selbst Jalousien und Aussenrollläden lassen sich automatisieren: Dabei analysieren Sensoren die Lichtverhältnisse im Innenraum und geben entsprechend den Befehl, das Zimmer abzudunkeln. Und aussen sorgen Sensoren dafür, dass sich die Sonnenstoren bei Wind und Regen von selbst einziehen.

Jederzeit perfektes Raumklima

Wer noch weitergehen will, überlässt auch das Wohnklima der Technik. Sensoren erfassen Luftfeuchtigkeit, Temperatur und CO2-Gehalt und geben je nachdem Befehle weiter: Dachfenster öffnen oder schliessen, Heizung aufdrehen oder runterschalten – und schon herrschen im Haus angenehme Bedingungen. Auch das tägliche Lüften kann so ganz einfach per Knopfdruck eingestellt werden, denn das System übernimmt anschliessend die Arbeit. Und wer das Ganze noch mit lokalen Wetterdiensten koppelt, braucht sich auch unterwegs keine Sorgen zu machen – eventuell offenstehende Dachfenster schliessen sich noch vor den ersten Regentropfen von selbst. Anwender, die auch unterwegs gerne die Kontrolle behalten, greifen bequem per Smartphone auf ihr Heimsystem zu und haben so stets alle Vorgänge im Blick.

Multimedial vernetzt

Neben Beleuchtung und Wohnklima ist auch die Vernetzung von Mediengeräten ein grosses Thema. Eine Multimedia-Vernetzung sorgt dabei für grösstmögliche Flexibilität und Komfort. Dabei sind Fotos, Filme oder Musik auf einem Netzwerkserver gespeichert. Per Kabel oder Funk werden die Daten bequem in jedes Zimmer übertragen und dort auf dem gewünschten Gerät abgerufen. Vom Heimkino über PCs und Tablets bis zum Smartphone ist sämtliche Hardware ins System integriert. So kann ein Film auch ganz einfach unterbrochen und in einem anderen Zimmer weiter geschaut werden – das ganze Haus fungiert als Medienzentrale.

Kabel oder Funk?

Wer aus seinem Zuhause ein Smart Home machen will, steht vor der Entscheidung, ob die Vernetzung per Funk oder per Kabel erfolgen soll. Im Idealfall wurden bereits beim Bau genügend Leerrohre verlegt, um Leitungen in jedes Zimmer zu verlegen. Doch technischer Komfort lässt sich heute auch ohne mühselige Unterputz-Installationen realisieren: Steuerungen per Funk und WLAN benötigen keine Kabel und lassen sich deshalb auch nachträglich relativ einfach nachrüsten.

Rundum gut beraten

Wir leben im Zeitalter der Digitalisierung. Wer heute ein Bauvorhaben plant, tut deshalb gut daran, Smart Home von Anfang an zum Thema zu machen. Eine umfassende und frühzeitige Beratung durch den Elektriker ist dabei unerlässlich, damit die Gegebenheiten des Hauses und die Wünsche der Bewohner optimal berücksichtigt werden können. Schliesslich sollte der Mehrwert für die Bewohner im Zentrum stehen – denn das beste System nützt nicht viel, wenn es nicht den Bedürfnissen derjenigen Menschen entspricht, die damit leben werden.

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11. März 2019
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