Und es werde Schutz

Dämmerung oder Dunkelheit bieten ideale Bedingungen für Einbrecher. Aber bei auffälliger Aussenbeleuchtung in ein Haus einsteigen? Lieber nicht. Doch nicht nur helles Licht schreckt Langfinger ab. Eine Kombination von verschiedenen Sicherheitssystemen bietet die beste Prävention.

Alarmanlage als Basis

Der Klassiker unter den Sicherheitssystemen ist wohl die Alarmanlage. Diese sorgt zuverlässig für Sicherheit und passt auch in kleinere Budgets. Kommt es zu einem Einstiegsversuch, reagieren mehrere Sensoren und schlagen Alarm. Unabhängig davon, ob akustische Signale abgegeben werden oder eine externe Sicherheitsfirma benachrichtigt wird: Der Einbruchsversuch bleibt nicht unbemerkt und die Diebe ergreifen die Flucht.

Stop! Oder das Licht geht an!

Bewegungsmelder sind ein wirksames Mittel, um Einbruchsversuche bei Dunkelheit oder Dämmerung zu verhindern. Sobald sich eine Wärmequelle – sei es ein Mensch oder ein Auto – nähert, schaltet der Bewegungsmelder einen Scheinwerfer ein. Bei Gewerbegebäuden kann dieser Effekt gar mit einer Schockbeleuchtung verstärkt werden. Extrem helles, stroboskopisches Licht setzt den Alarm visuell um. Aber egal ob Schockbeleuchtung oder normales Licht, welches durch einen Bewegungsmelder ausgelöst wurde: Bei der Positionierung muss eine Vielzahl an Gegebenheiten berücksichtigt werden. Es ist wichtig, dass der Radius vor dem nächsten Trottoir endet, da das System sonst bei jedem Passanten reagieren würde. Der Elektrofachmann weiss, auf welche Faktoren zu achten und welcher Ort ideal für die Montage ist. So wird der Bewegungsmelder zielsicher und richtig angebracht. Das Know-how des Fachmanns spart jedem Hauseigentümer viel Zeit und Nerven – und ausserdem bares Geld.

Immer jemand Zuhause

Das Prinzip der Anwesenheitssimulation geht noch einen Schritt weiter. Wie der Name schon sagt, soll das System den Eindruck erwecken, dass ständig jemand zu Hause ist. Dabei gibt es von einfachen Anwendungen bis zu ausgeklügelten Systemen für jedes Budget ein hohes Mass an Sicherheit.

Von Basismodellen...

Durch eine Zeitschaltuhr zufällig ein- und ausgeschaltete Leuchten sind die einfachste Form der Anwesenheitssimulation. Diese Methode ist kostengünstig und eignet sich auch zum nachträglichen Einbau. Laut der Polizei durchschauen versierte Einbrecher diese Taktik jedoch früher oder später.

...bis zu Profisystemen

Eine ausgereifte Anwesenheitssimulation hingegen bewegt zudem die Storen, schaltet Fernseher und Radio gezielt ein und aus und lässt die Sprinkleranlage im Garten arbeiten. Besonders smarte Systeme speichern zudem die Angewohnheiten der Bewohner und führen diese bei Abwesenheit fort. So wird die Einschätzung der Lage für Langfinger nahezu unmöglich und sie lassen vom Objekt ab. Um das passende Modell für die eigenen vier Wände zu finden, braucht es das Know-how des Elektrofachmanns. Soll die Anwesenheitssimulation kabelgebunden sein, muss dies beim Verlegen der Rohre berücksichtigt werden. Und das wiederum bedingt eine frühe Einbindung des Experten. Das Wissen des Spezialisten ebnet den Weg zur individuell besten Lösung und sorgt für ein sicheres Gefühl. Und dieses ist extrem wertvoll – die Investition in ein gutes System zahlt sich daher aus.

Filmstar wider Willen

Eine moderne Video-Audio-Überwachung empfiehlt sich nicht nur für grosse Hotelanlagen oder Industriegebäude, sondern auch für Einfamilienhäuser. Über Kabel oder Funk liefern Kameras Bild und Ton. Diese können entweder analog wie zum Beispiel per Videorecorder oder digital über Harddiscrecorder aufgezeichnet werden.

Abschreckung und Aufklärung

Kameras als Sicherheitswerkzeug wirken zweifach. Erstens: Potenzielle Täter verhalten sich anders, wenn sie merken, dass ihr Handeln verfolgt wird. Oft lassen sie vom Einbruchsversuch ab. Hier greift also die Abschreckung als Prävention. Und zweitens: Sollte sich der Straftäter dennoch in krimineller Absicht der Liegenschaft nähern, können die Aufnahmen wertvolle Hinweise zur Person und zum Tatvorgang liefern. Dies gilt übrigens auch für die Aufklärung von Vandalismus.

Zweifache Barriere

Besonders beliebte Einstiegsstellen sind Keller oder Glastüren und Fenster, da sie oft ungenügend gesichert sind. Neben elektrischen Einbruchsbarrieren wie Fensterkontakten, bieten aber auch mechanische Versionen guten Schutz. Türen können durch eine Mehrpunktverriegelung oder eine zusätzliche Holzplatte verstärkt werden. Abschliessbare Fenstergriffe, Sicherheitsbeschläge für Fenster oder Terrassentüren und Sicherheitsglas stellen eine echte Hürde dar. Und kosten Zeit. Dies kann matchentscheidend sein, denn die Erfahrung der Polizei zeigt: Sind Einbrecher nicht innerhalb von zwei bis drei Minuten im Haus, lassen sie vom Objekt ab. Eine Kombination von mechanischen und elektrischen Systemen bietet also den besten Schutz. Und die Verstärkungen lassen sich auch einzeln und bei bestehenden Immobilien einbauen. Der Elektrofachmann kann hier behilflich sein und auf seinen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Denn er weiss: Das Gefühl von Sicherheit ist unbezahlbar, die Installation der nötigen Systeme jedoch nicht.

  • Von der Konzepterstellung durch den Elektrofachmann zur Anwendung durch den Hausherrn.
    Von der Konzepterstellung durch den Elektrofachmann zur Anwendung durch den Hausherrn.
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27. September 2015
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