eev | aae
Bernstrasse 28
3322 Urtenen-Schönbühl
T. +41 31 380 10 10
F. +41 31 380 10 15
office@eev.ch
www.electro-partner.ch
Anstelle von analogen Stromzählern messen sogenannte Smart Meter den Stromverbrauch künftig digital. Sie verursachen weniger Aufwand für den Energieversorger und bieten mehr Transparenz für die Kundschaft.
Traditionellerweise kommt ein- oder zweimal pro Jahr jemand vom lokalen Energieversorger vorbei und liest den Stromzähler ab. Anschliessend wird die Abrechnung erstellt. In Zukunft geht das einfacher: Bis 2028 müssen die Energieversorger mindestens 80 Prozent der analogen Stromzähler in ihrem Versorgungsgebiet durch digitale Zähler ersetzen. Sie sind für Planung und Umsetzung zuständig, können die Kosten von rund 250 Franken pro sogenanntem «Smart Meter» (engl. «intelligente Zähler») aber den Endkunden in Rechnung stellen.
Die Smart Meter erfassen den Stromverbrauch im 15-Minuten-Takt und übermitteln die Daten am Folgetag automatisch an den Energieversorger. So sinkt dessen Aufwand für das Auslesen und die Datenverarbeitung. Und: Statt dass er Akonto-Rechnungen ausstellt, kann er direkt den tatsächlichen Stromverbrauch verrechnen. Für die Kundinnen und Kunden bieten Smart Meter zudem die Möglichkeit, den eigenen Stromverbrauch über eine App des Energieversorgers oder ein anderes Portal nahezu in Echtzeit nachzuverfolgen. Das kann helfen, Strom zu sparen und die Kosten zu senken.
Nebst der besseren Transparenz für Endkunden ergeben sich auch Vorteile für die Netzbetreiber und das ganze Stromnetz. Mit Smart Metern lässt sich recht genau nachvollziehen, wann wie viel Strom verbraucht wird. Der Betreiber des Stromnetzes kann sich so besser auf sogenannte Lastspitzen vorbereiten – also Zeiten, während denen überdurchschnittlich viel Elektrizität verbraucht wird. Damit weiss er auch, ob das bestehende Stromnetz den Anforderungen noch genügt oder ob es langfristig ausgebaut werden muss.
Darüber hinaus sollen es Smart Meter künftig auch ermöglichen, die heute weitgehend starren Stromtarife flexibler zu gestalten. So kann der Energieversorger beispielsweise den Strom zu einem günstigeren Tarif anbieten, wenn viel davon vorhanden ist – etwa an einem sonnigen Sommertag, wenn die Solaranlagen besonders viel Ertrag liefern. Im Gegenzug ist es möglich, den Strom zu jenen Zeiten zu verteuern, wenn die Nachfrage sehr hoch und das Angebot eher tief ist. Solche Preisanreize können ebenfalls dazu beitragen, Lastspitzen zu vermeiden und das Stromnetz effizienter zu nutzen.