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Über acht Terawattstunden Solarstrom lieferten Schweizer Photovoltaikanlagen 2025. Das sind fast 40 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit deckte die Sonne bereits rund 14 Prozent des Schweizer Stromverbrauchs. Bis 2035 soll die Stromproduktion aus neuen erneuerbaren Energien auf 35 Terawattstunden steigen. Die Photovoltaik spielt dabei eine wichtige Rolle.
Mit dem aktuellen Stromgesetz hat die Schweiz beschlossen, die Stromproduktion aus neuen erneuerbaren Energien bis 2035 auf 35 Terawattstunden auszubauen. Doch mehr Solaranlagen allein reichen nicht aus. Damit Sonnenstrom dann verfügbar ist, wenn man ihn braucht, muss sich das gesamte Energiesystem verändern. Die Zahl der Photovoltaikanlagen wächst rasant. Damit steigt auch die Menge an Solarstrom, die ins Netz eingespeist wird. Doch mit jeder zusätzlichen Anlage verändert sich auch das gesamte Energiesystem. Heute geht es nicht mehr nur darum, möglichst viel Strom zu produzieren. Ebenso wichtig ist die Frage, wann und wo dieser genutzt, gespeichert oder weitergegeben wird.
Früher war die Aufgabe einer Solaranlage einfach: Strom produzieren und Überschüsse ins Netz einspeisen. Heute zählt etwas anderes. Weil mittags immer mehr Solaranlagen gleichzeitig Strom liefern, sinken in diesen Stunden dessen Wert und Vergütung. Entscheidend wird deshalb, den eigenen Solarstrom möglichst selbst zu nutzen oder ihn dann bereitzustellen, wenn er gebraucht wird. Wer heute in Photovoltaik investiert, produziert nicht nur Strom – er steuert ihn. Eigenverbrauch, Lastverschiebung und intelligente Energiemanagementsysteme werden zum Schlüssel einer wirtschaftlichen Solaranlage.
Photovoltaik und Batteriespeicher wachsen zunehmend zusammen. Während Solarmodule tagsüber Strom produzieren, verschieben Batteriespeicher diese Energie in die Abendstunden oder stellen sie genau dann bereit, wenn Wärmepumpe oder Elektroauto sie benötigen. Damit steigt nicht nur der Eigenverbrauch, sondern auch die Unabhängigkeit vom Stromnetz. Gleichzeitig übernehmen Batteriespeicher neue Aufgaben für das gesamte Energiesystem: Sie entlasten lokale Stromnetze, gleichen Lastspitzen aus und tragen dazu bei, erneuerbare Energien besser zu integrieren. Was früher ein optionales Zubehör war, entwickelt sich zunehmend zum festen Bestandteil moderner Solaranlagen.
Je mehr Solaranlagen, Batteriespeicher, Wärmepumpen und Elektroautos in unseren Alltag Einzug halten, desto wichtiger wird ihr Zusammenspiel. Smart Meter erfassen den Stromverbrauch nahezu in Echtzeit, Energiemanagementsysteme koordinieren Erzeugung, Speicherung und Verbrauch automatisch. Ergänzt durch dynamische Stromtarife kann Energie dann genutzt werden, wenn sie besonders günstig oder reichlich vorhanden ist. Das Stromnetz entwickelt sich dadurch vom passiven Verteiler zu einem intelligenten System, das Angebot und Nachfrage laufend aufeinander abstimmt.
Mit den Lokalen Elektrizitätsgemeinschaften (LEG) beginnt in der Schweiz ein neues Kapitel der Energiewende. Seit Anfang 2026 kann lokal erzeugter Solarstrom innerhalb eines Quartiers oder einer Gemeinde gemeinsam genutzt und gehandelt werden. Strom bleibt damit dort, wo er produziert wird. Und Nachbarn profitieren gegenseitig von ihrer Energie. Aus einzelnen Solaranlagen entstehen vernetzte Energiegemeinschaften. Das stärkt den Eigenverbrauch, entlastet die Stromnetze und eröffnet neue Möglichkeiten für Eigentümer, Mieter und Energieversorger.
Mit dem Bundesgesetz über eine sichere Stromversorgung mit erneuerbaren Energien, dem sogenannten Stromgesetz, hat die Schweizer Stimmbevölkerung am 9. Juni 2024 den Weg für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Stromproduktion geebnet. Das Gesetz setzt ein klares Ziel: Bis 2035 sollen 35 Terawattstunden (TWh) Strom aus neuen erneuerbaren Energien produziert werden. Dazu zählen Photovoltaik, Windenergie, Biomasse und Geothermie. Bereits heute stammt der grösste Teil dieses Stroms aus Photovoltaikanlagen. Entsprechend wird erwartet, dass Solarenergie auch künftig den mit Abstand wichtigsten Beitrag zum Erreichen des Ausbauziels leisten wird.
Warum fehlt die Wasserkraft? Die Wasserkraft liefert seit Jahrzehnten den grössten Teil des erneuerbaren Stroms in der Schweiz und bildet bereits heute das Rückgrat der Stromversorgung. Das Stromgesetz verfolgt deshalb ein anderes Ziel: den Ausbau der neuen erneuerbaren Energien, die zusätzlich zur bestehenden Wasserkraft ausgebaut werden sollen.
Von 100 Kilowattstunden Solarstrom, die eine Photovoltaikanlage produziert, werden in einem Einfamilienhaus ohne gezielte Steuerung durchschnittlich rund 30 Kilowattstunden direkt selbst genutzt. Werden Wärmepumpe und Elektroauto bevorzugt dann betrieben oder geladen, wenn die Sonne scheint, steigt dieser Anteil auf etwa 50 Kilowattstunden. Ein Batteriespeicher kann überschüssigen Solarstrom zusätzlich in die Abend- und Nachtstunden verschieben. Damit sind Eigenverbrauchsquoten von bis zu 70 Prozent möglich.
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